Sonnenhäuser

06.09.2018

Im Cottbuser Stadtteil Sandow errichtet die eG Wohnen 1902 in der Kahrener Straße 14 und 15 zwei energieautarke Mehrfamilienhäuser. Die Gebäude versorgen sich selbst mit Wärme und Strom aus der Sonne. Das energetische Grundkonzept der Gebäude geht auf das Sonnenhaus-Konzept zurück. Bei Sonnenhäusern werden mindestens 50 % des Wärmebedarfs mit Solarenergie gedeckt.

Das Wohngebiet befindet sich im Cottbuser Stadtteil Sandow in beliebter Wohnlage. Gute Einkaufsmöglichkeiten und günstige Verkehrsanbindungen sind nur wenige Minuten entfernt. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein gut ausgebautes Radwegenetz, die idyllische Spree und der grüne Kern der Stadt Cottbus – der Branitzer Park. Jedes Haus hat sieben Wohnungen, die jeweilige Grundfläche beträgt 50 m² bis 130 m².

Technische Daten:
•Die Mehrfamilienhäuser sind für aktive und passive Nutzung der Solarenergie optimiert.
•Die Gebäude mit jeweils 600 m² beheizter Wohnfläche werden mit hochwärmedämmendem Ziegelmauerwerk errichtet.
•Die Dächer werden mit 50 Grad steiler als üblich, damit im Winter bei tief stehender Sonne viel Wärme und Strom erzeugt werden kann.
•Es werden Solarwärmekollektoren und Solarstrommodule auf den nach Süden gerichteten Dachflächen und an den Fassaden montiert.
•Erzeugte Heizenergie, die gerade nicht benötigt wird, fließt für den späteren Verbrauch in einen Langzeitwärmespeicher mit ca. 24 m³ Fassungsvermögen.
•Für die Speicherung des Solarstroms werden Lithium-Ionen-Akkus eingebaut.

was bisher geschah:

Sonnenhäuser im Zeitraffer

Speichertaufe am 28.08.2017

Grundsteinlegung am 10.08.2017

Richtfest am 03.11.2017


Bleiben Sie gespannt und verfolgen Sie das Geschehen auf den tagesaktuellen Bildern der Webcam unter:

www.cottbus-sonne.de

_____________________________________________________________________________________________________

Deutscher Solarpreis 2018

Zusammen mit Prof. Timo Leukefeld bekommen wir den Deutschen Solarpreis 2018 für die vernetzten energieautarken Mehrfamilienhäuser in Cottbus. Die Gebäude seien ein Vorzeigeprojekt für den Strukturwandel in der Lausitz und ein politisches Signal für ein alternatives Mieterstrommodell zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), heißt es in der Begründung vom Eurosolar e.V., der den renommierten Preis alljährlich verleiht.

Das Konzept der vernetzten energieautarken Gebäude wurde vom Büro von Prof. Leukefeld entwickelt. Eine Besonderheit bei diesen Gebäuden ist die Pauschalmiete mit Energie-Flatrate.

„Wir wollten eine Wohnalternative in einem Gebiet mit einem angespannten Markt anbieten“, schildert Emmerling die Herausforderung in der zweitgrößten Stadt Brandenburgs. "In dem Mietermarkt gilt es, innovative Angebote zu machen. Dazu kommt der hohe Wohnkomfort in den Gebäuden."

Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, weil sie einen völlig neuen Ansatz im deutschen Bauwesen honoriert. Uwe Emmerling von der eG Wohnen 1902 nimmt den Preis am 16. September in Bonn entgegen.

Gebaut werden die Mehrfamilienhäuser von der HELMA-Gruppe, die bundesweit schon mehrere energieautarke Häuser nach unserem Konzept errichtet hat. Bis Ende des Jahres sollen die Mehrfamilienhäuser in Cottbus bezugsfertig sein.

_____________________________________________________________________________________________________